Pamukkale - Türkei

Einige Wörter über Pamukkale - Türkei

Pamukkale (türkisch für Baumwollburg/Watteburg) ist eine Stadt im gleichnamigen Landkreis der türkischen Provinz Denizli und gleichzeitig ein Stadtbezirk der 2012 geschaffenen Büyük?ehir belediyesi Denizli (Grossstadtgemeinde/Metropolprovinz). Seit einer Gebietsreform 2012/2013 ist die Stadt einwohner- und flächenmässig identisch mit dem Landkreis. Pamukkale hiess früher Akköy und wurde im November 2012 umbenannt. Der bevölkerungsreichste ?lçe Pamukkale hatte zum Jahresende 2017 343.290 Einwohner, ein Jahr später waren es 775 Einwohner mehr (Bevölkerungsfortschreibung).

Der ?lçe wurde 1990 aus dem zentralen Landkreis (Merkez) von Denizli abgespalten und hat im Westen die ?lçe Sarayköy und Merkezefendi, im Norden Güney, im Osten Çal und Honaz sowie im Süden Tavas als Nachbarn. Pamukkale gliedert sich in 61 Stadtteile (Mahalles) mit Einwohnerzahlen zwischen 17.669 und 219 (Ende 2018).
Pamukkale erhielt seinen Namen durch die Kalksinterterrassen, die über Jahrtausende durch kalkhaltige Thermalquellen entstanden sind und eine Touristenattraktion darstellen. Die Terrassen stehen auf der Liste des Weltkulturerbes der UNESCO.

Das dortige Quellwasser ist mit Calciumhydrogencarbonat gesättigt. Beim Austreten entweicht durch den Druckabfall Kohlendioxid, wodurch die Löslichkeitsgrenze von Calciumcarbonat überschritten wird, das in Form von Travertin ausfällt. Pro Sekunde werden 250 l Thermalwasser (ca. 30 °C) ausgeschüttet, d. h. täglich 21.600 m³. In einem Liter sind 2,2 g Kalk gelöst, der zum Teil ausgeschieden wird; die tägliche Menge könnte damit maximal 48 Tonnen erreichen, tatsächlich ist es deutlich weniger.

Ausserdem liegt in der Nähe der Sinterterrassen auch der antike Ort Hierapolis. Erhalten sind eine ausgedehnte Nekropole mit verschiedenen Gräbertypen, der Apollotempel, eine nach Pluton „Plutonium“ genannte Höhle, die als Eingang zur Unterwelt galt, ein grosses Theater (für 15.000 Zuschauer), die Philippus-Kirche sowie Bäder, Gymnasium und grosse Teile der Stadtmauer.

Ähnliche Sinterterrassen befinden sich an den Mammoth Hot Springs im Yellowstone-Nationalpark und deutlich kleiner in Egerszalók bei Eger in Ungarn. Die in Neuseeland gelegenen Pink and White Terraces waren bereits im 19. Jahrhundert ein auch in Europa bekanntes Touristenziel und wurden 1886 durch einen Vulkanausbruch vollständig zerstört. Im Berliner Görlitzer Park befand sich zwischen 1998 und 2009 ein den Pamukkale-Terrassen nachempfundener Brunnen, der jedoch aufgrund baulicher Mängel abgerissen werden musste.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Pamukkale

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